Onkologisches Forum Celle e. V.

Das Onkologische Forum Celle e.V. ist ein seit 1994 eingetragener, gemeinnütziger Verein mit sozialen und mildttätigen Zwecken. Er bietet für Celle und dem Landkreis eine ambulante Krebsberatungsstelle, einen ambulanten Palliativdienst und die Begleitung von Kindern krebserkrankter Eltern an.

Der Verein hat z.Zt. 671 Mitglieder (15.5.18). Die Satzung, einen Mitgliedsantrag und den derzeitigen Vorstand finden Sie beim Klick auf den entsprechenden Link links.

(25.4.18)

„Onkoforum“ mit neuem Vorstand

Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung, die wie gewohnt von rund einem Zehntel der Mitglieder gut besucht war, wählte das Onkologische Forum Celle e.V. turnusgemäß den Vorstand neu. Mit überwältigender Mehrheit wurden sowohl der erste Vorsitzende, der Allgemeinmediziner Dr. Gerd Molsen, als auch die zweite Vorsitzende, Pflegedienstleiterin Heike Otto, bestätigt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern gewählt wurden daneben die Angestellte Sandra Wiedemeier und die Psychotherapeutin Marianne Sturm. Als neue Mitglieder werden Dr. med. Cathérine Hollerbach, die als Landärztin in Lachendorf tätig ist, und der Direktor des Fürstenhofs, Ingo Schreiber, dem Vorstand angehören. Mit großem Dank für ihre langjährige, engagierte Mitarbeit aus dem Vorstand verabschiedet wurden Dr. Manfred Lux und Rechtsanwalt Egbert Lindner.

Neben der Vorstandswahl berichteten die Krebsberatungsstelle und der Allgemeine Palliativdienst über die Entwicklung der Patientenbetreuung. Die Zahlen sprechen für sich: Wie bereits in den Vorjahren begleiteten und berieten die Fachkräfte des Forums rund 1.000 schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in und um Celle. Dies wurde trotz der im Sommer 2017 erfolgten Gründung eines abrechnungsfähigen Fachpflegedienstes zu fast 90% über private Zuwendungen und Spenden finanziert. Im Ergebnis aber reichten die Einnahmen erneut nicht aus, um die Ausgaben zu decken. So bilanzierte Finanzgeschäftsführerin Christa Elsasser, deren 20-jähriges Wirken in dieser Funktion besonders gewürdigt wurde, trotz eines erneut gestiegenen Spendenzuflusses im dritten Jahr in Folge ein Minus von über 100.000 Euro. Im gleichen Maß sank die betriebsnotwendige Rücklage erstmals auf einen Betrag, der keinen vollen Jahreshaushalt mehr abdeckt. „Nur noch elf Monatsmieten und -gehälter gesichert zu sehen, macht nervös“, so Elsasser. Der Verein, der derzeit aktiv um neue Mitglieder wirbt (Mindestbeitrag 50 €), braucht also weiterhin Spenden und setzt auch verstärkt auch auf Nachlässe und Erbschaften.

       
Der neue Vorstand hat gut Lachen: Ingo Schreiber, Marianne Sturm, Sandra Wiedemeier, Dr. Cathérine Hollerbach, Heike Otto,
Dr. Gerd Molsen

 

20 Jahre im Dienst des Forums: Finanzgeschäftsführerin Christa Elsasser mit dem 1. Vorsitzenden
   

Der Hirte verlässt das Vorstandsschiff, unter den Tränen von Neumitglied Kalli Struck

(31.5.17)

„Onkoforum“ mit 100.000 € Defizit und neuem Vorsitzenden

Die Jahreshauptversammlung des Onkologischen Forums Celle e.V., das mit über 600 Mitgliedern zu den größeren Sozialvereinen der Region zählt, kam einmal mehr nicht ohne besorgte Blicke in die Zukunft aus. Das „Onkoforum“ versorgt jährlich über 1.000 schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen aus Celle und dem Landkreis kostenlos mit ambulanter Krebsberatung und einem ambulanten Palliativdienst.

Drei Psychoonkologinnen der Krebsberatungsstelle (KBS) berieten im vergangenen Jahr 560 an Krebs Erkrankte und 375 Angehörige – insgesamt fast 250 Menschen mehr als im Vorjahr. Dabei schafften sie es trotz angespannter Personallage, jedem akut Betroffenen ein Erstgespräch innerhalb von einer Woche anzubieten. Unter den Rat suchenden und Begleiteten befanden sich auch 44 Familien mit zusammen 83 Kindern. Vier der Kinder sind selbst an Krebs erkrankt, den anderen, die unter der Erkrankung oder dem Tod von Angehörigen leiden, helfen speziell ausgebildete Psychoonkologinnen meist in Gruppenangeboten.

Neun Fachpflegekräfte des Ambulanten Palliativdienstes (APD) im Onkoforum begleiteten 2016 440 Patienten mit schweren Leiden. Das waren zwar rund 10% weniger als im Vorjahr, zugleich aber verlängerte sich die durchschnittliche Begleitdauer von einem Viertel- auf fast ein halbes Jahr. „Je früher wir die Menschen begleiten, desto besser können wir Krisen vorbeugen. Oft wird so eine Krankenhauseinweisung vermieden und unsere Patienten können weiter im häuslichen Umfeld leben“, so Liane von Hoff, Geschäftsführerin des Onkoforums und Leiterin des APDs. Der APD begleitet etwa 100 Patienten gleichzeitig.

Nur ein Bruchteil der Leistungen des Onkoforums wird aus öffentlichen Mitteln bezuschusst. Der Verein lebt vom Spendenzufluss. Das Spendenaufkommen erhöhte sich 2016 gegenüber 2015 um mehr als die Hälfte auf 435.000 €. „Das freut uns sehr und hat eine Bilanz verhindert, die schlimmer hätte kommen können“, so Finanzgeschäftsführerin Christa Elsasser. Zugleich schloss der Verein jedoch im zweiten Jahr in Folge das Haushaltsjahr mit einem Minus von mehr als 100.000 €. „Wir leben von unseren Rücklagen, was nicht ewig gut gehen kann“, sorgt sich Elsasser deshalb zu Recht und bittet, die „fantastische Arbeit unserer Mitarbeiter“ weiterhin finanziell zu unterstützen.

Neu gewählt hat das Onkoforum auf seiner Versammlung auch seinen Vorsitzenden. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Dr. Manfred Lux, trat aus gesundheitlichen Gründen in die zweite Reihe und schlug als Nachfolger Dr. Gerd Molsen vor, den die Versammlung einstimmig wählte.

Im Jahresbericht für 2016, den noch der alte Vorsitzende vortrug, verwies Dr. Lux auf die bevorstehende Gründung des Fachpflegedienstes im APD, der einzelne Leistungen abrechenbar machen wird und vor allem den reibungslosen Übergang von Patienten aus einer allgemeinen palliativen Versorgung in die spezialiserte ambulante Palliativversorgung gewährleisten soll. Dieser Gründung stünde nach dem Rückzug unserer Klage vor dem Verwalungsgericht gegen den VdEK auf Erteilung einer eigenen SAPV-Zulassung nichts mehr im Wege. Auch die Kreisverwaltung habe signalisiert, dass man uns den dort ausstehenden Zuschuss für 2016 von 10.000 € nicht länger vorenthalten wolle, nachdem wir auch hier eine anhängige Klage zurückgezogen haben.

 

       

Der neue Vorsitzende blickt besorgt aufs Budget

  Keine "echte" Verabschiedung, denn er bleibt uns als Kassenwart im Vorstand erhalten - trotzdem schon heute eine Orchidee für unseren langjährigen Vorsitzenden  

Liane von Hoff beschreibt die Veränderungen, die die Gründung des Fachpflegedienstes mit sich bringen wird

       

Liane von Hoff stellt die neue PDL des APD vor, Katharina Winterhoff

 

... und auch die KBS hat Zuwachs bekommen: Dorothee von Felde übernimmt für die nächsten Monate in Krankheitsvertretung die Aufgaben von Jana Czekay

 

Dr. Lux bei seinem letzten Jahrebericht vor rund 50 Mitgliedern

 

(14.12.16)

Neue Satzung gebilligt

Mitte Dezember billigte die gut besuchte Mitgliederversammlung den Entwurf der neuen Satzung. Sie wird es ermöglichen, wie geplant einen spezialisierten ambulanten Palliativpflegedienst auszugründen, der dann abrechenbare Leistungen auch abrechenbar macht. An den Zwecken und Zielen des Vereins ändert sie genausowenig wie an unserem Credo, unseren Patienten alle Zeit zu geben, die sie brauchen.

  

(15.8.16)

Onkologisches Forum erstmals mit über 600 Mitgliedern

Als die große Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ begann, hatte das Onkologische Forum Celle e.V., das die Stadt Celle und den Landkreis kostenlos mit ambulanter Krebsberatung und einem Palliativdienst versorgt, 597 Unterstützer als zahlende Mitglieder. Dem Aufruf, den Verein an diesem Tag über die magische Zahl von 600 Mitglieder zu bringen, folgten im Laufe der Veranstaltung vier Bürger. Mit großer Freude begrüßte der Vereinsvorsitzende Dr. Manfred Lux da gegen Mittag Gisela Bilges aus Nienhagen als 600. Mitglied, die fortan die Lobbyarbeit des Vereins zugunsten der Versorgung Schwerkranker und Sterbender unterstützt. Das ist bereits ab einem Jahresbeitrag von 30 Euro möglich.

 

 

 

 

Onkologisches Forum Celle e. V. | Telefon 05141-219 66 00 / E-Mail: info@onko-forum-celle.de