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	<title>Prävention &#8211; Onkoforum Celle</title>
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	<description>Krebsberatungsstelle und Ambulanter Palliativdienst</description>
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	<title>Prävention &#8211; Onkoforum Celle</title>
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		<title>Neuer Qigong-Kurs</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2023/01/09/neuer-qigong-kurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fritz Gleiß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 08:26:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angebote]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Termine]]></category>
		<category><![CDATA[KBS-News]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab dem 1.2. laden wir zum nächsten Qigong-Kurs für Krebserkrankte unter Leitung von Silke von Borstel ein. Der Kurs findet neun Mal mittwochs von 16 bis 17 Uhr im Gruppenraum des Forums in Celle statt (Fritzenwiese 117, Celle). Die Teilnahme ist nur unter Einhaltung der 3G-Regeln möglich – also nur für Geimpfte, Genesene oder aktuell [&#8230;]]]></description>
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<p>Ab dem 1.2. laden wir zum nächsten Qigong-Kurs für Krebserkrankte unter Leitung von Silke von Borstel ein. Der Kurs findet neun Mal mittwochs von 16 bis 17 Uhr im Gruppenraum des Forums in Celle statt (Fritzenwiese 117, Celle). Die Teilnahme ist nur unter Einhaltung der 3G-Regeln möglich – also nur für Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete &#8211; und kostet je nach Selbsteinschätzung mindestens 54 € (Mitglieder 45 €). Da dieser Kurs stets sehr schnell ausgebucht ist, raten wir zu einer möglichst baldigen Anmeldung im Büro: Tel. 05141/2196600, info@onko-forum-celle.de</p>
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		<title>Kein Hirntumorrisiko durch Handystrahlung</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2022/05/04/kein-hirntumorrisiko-durch-handystrahlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fritz Gleiß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2022 06:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeine News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[Berlin &#8211; Nahezu jeder Bundesbürger hat ein Handy. Es wird immer wieder diskutiert, ob die elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung Risiken birgt. Die größte Sorge besteht hinsichtlich Hirntumoren. Nach aktueller Studienlage ist davon auszugehen, dass die Handynutzung das Hirntumorrisiko nicht erhöht. Auch die nun publizierte Follow-up-Analyse der prospektiven, seit über 20 Jahren laufenden „UK Million Women Study“ [1] [&#8230;]]]></description>
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<p>Berlin &#8211; Nahezu jeder Bundesbürger hat ein Handy. Es wird immer wieder diskutiert, ob die elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung Risiken birgt. Die größte Sorge besteht hinsichtlich Hirntumoren. Nach aktueller Studienlage ist davon auszugehen, dass die Handynutzung das Hirntumorrisiko nicht erhöht. Auch die nun publizierte Follow-up-Analyse der prospektiven, seit über 20 Jahren laufenden „UK Million Women Study“ [1] konnte keinen Anhalt für ein höheres Hirntumorrisiko durch Handystrahlung liefern.</p>



<p>Die kabellose Kommunikation über Mobiltelefone geht mit einer Emission von elektromagnetischen Feldern („radiofrequency electromagnetic fields“/RF-EMF) einher. RF-EMF gab es im Alltag bereits vor dem Mobilfunk durch Radio und Fernsehen; dies sind jedoch keine Geräte, die in Kopfnähe verwendet wurden. Die ausgesendete elektromagnetische Strahlung liegt im hochfrequenten Spektrum zwischen FM-Radiowellen und Mikrowellen; sie ist wie auch sichtbares Licht und Wärmestrahlung nicht-ionisierend – im Gegensatz zu ionisierenden Strahlen wie UV-, Röntgen-, und γ-Strahlung. Die Energie der Handy-Strahlung reicht nicht aus, um die DNA in den Zellkernen direkt zu schädigen und somit Krebs auszulösen. Hohe Dosen von RF-Wellen können jedoch Zellen und Gewebe erwärmen; dabei gilt: je niedriger die Frequenz, desto tiefer dringen die Strahlen ein. Innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte reicht die Energie von Mobiltelefonen aber nicht aus, um beispielsweise die Körpertemperatur zu erhöhen. Lange Zeit wurde diskutiert, dass es auch unterhalb dieser Grenzwerte biologische Nebenwirkungen von Mobiltelefon-Nutzung geben könnte, möglicherweise durch andere Mechanismen als die Wärmeabgabe. Viele Studien untersuchten die Assoziation zwischen Handynutzung und Hirntumoren – nach der aktuellen Evidenz erhöht eine normale Nutzung von Mobiltelefonen das Hirntumorrisiko nicht [2].<br><br>Ein Update der „UK Million Women Study“ [1] berichtet nun über die Follow-up-Phase (ab 2013) zur möglichen Assoziation zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumoren. Die großangelegte, prospektive Studie begann 1996 in England und Schottland mit der Rekrutierung jeder vierten, zwischen 1935-1950 geborenen Frau in UK an 66 Brustkrebs-Screeningzentren des NHS (National Health Service). Primär sollte die Assoziation von Brustkrebsrisiko und menopausalen Hormontherapien evaluiert werden – sowie anderer potenziell modifizierbarer Faktoren, die die Gesundheit von Frauen im späteren Leben beeinträchtigen könnten. Bis 2001 wurden 1,3 Millionen Frauen in die Studie eingeschlossen. Im Jahr 2001 wurden erstmals Fragen zur Nutzung von Mobiltelefonen gestellt, dann wieder 2011.<br><br>Von 776.156 Frauen, die 2001 den Fragebogen vollständig beantwortet hatten, erkrankten im Follow-up über 14 Jahre 3.268 an einem Hirntumor. Das adjustierte relative Risiko bei Handy-Nutzung („ever“) versus keine Handynutzung („never“) betrug für alle Arten von Hirntumoren 0,97; für Gliome 0,89 und für Meningeome, Hypophysentumoren und Akustikusneurinome jeweils 1,0. Daher besteht kein erhöhtes Hirntumorrisiko bei Handynutzung. Verglichen mit Teilnehmerinnen, die angaben, nie Mobiltelefone zu nutzen, gab es auch keine statistisch signifikanten Assoziationen für Hirntumoren bzw. Tumor-Subtypen bei den Untergruppen mit „täglichem Gebrauch des Mobiltelefons“ oder mit „Gebrauch des Mobiltelefons seit mindestens zehn Jahren“. Wenn man die Handy-Nutzung von 2011 zugrunde legt, gab es gegenüber „Nie-Nutzerinnen“ auch keine statistisch signifikanten Assoziationen bei Teilnehmerinnen, die „mindestens eine Minute pro Woche“ oder „mindestens 20 Minuten pro Woche mobil telefonierten“ oder „seit mindestens zehn Jahren ein Mobiltelefon nutzten“: Für alle Gruppen lag das relative Risiko für Gliome in den Gehirnbereichen, die potenziell der stärksten Handystrahlung ausgesetzt sind (Temporal- oder Parietallappen), ungefähr bei 1,0. Auch kommt hinzu: Die Strahlungsemission hat mit immer neueren Handy-Generationen deutlich abgenommen, so dass man heute bei exzessiver Nutzung wahrscheinlich der gleichen Menge an RF-EMF-Exposition ausgesetzt ist wie bei moderater Nutzung von Mobiltelefonen der ersten Generation.<br><br>„Auch wenn in dieser Studie ausschließlich Daten zu Frauen erhoben wurden, unterstützen die Ergebnisse die zunehmende Evidenz, dass eine Mobiltelefon-Nutzung unter den üblichen Bedingungen Risiko und Inzidenz für Hirntumoren nicht erhöht“, kommentiert Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, der Pressesprecher der DGN. „Eine weitere seit über 10 Jahren laufende internationale prospektive Kohortenstudie [6] zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunk-Nutzung bei beiden Geschlechtern könnte demnächst weitere Erkenntnisse bringen“, ergänzt Prof. Dr. med. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN.<br><br>[1] Schüz J, Pirie K, Reeves GK et al. Cellular Telephone Use and the Risk of Brain Tumors: Update of the UK Million Women Study. J Natl Cancer Inst 2022 May 9; 114 (5): 704-711 doi: 10.1093/jnci/djac042.<br>[2] Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR). Opinion on Potential Health Effects of Exposure to Electromagnetic Fields (EMF). European Commission; 2015 <a href="https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/emerging/docs/scenihr_o_041.pdf">https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/emerging/docs/scenihr_o_041.pd&#8230;</a>. Accessed January 20, 2022<br>[3] Baan R, Grosse Y, Lauby-Secretan B et al.; for the WHO International Agency for Research on Cancer Monograph Working Group. Carcinogenicity of radio frequency electromagnetic fields. Lancet Oncol 2011; 12 (7): 624–626<br>[4] Falcioni L, Bua L, Tibaldi E et al. Report of final results regarding brain and heart tumors in Sprague-Dawley rats exposed from prenatal life until natural death to mobile phone radiofrequency field representative of a 1.8GHz GSM base station environmental emission. Environ Res 2018; 165: 496–503 doi:10.1016/j.envres.2018.01.037.<br>[5] National Toxicology Program (NTP). NTP Technical Report on the Toxicology and Carcinogenesis Studies in Hsd:Sprague Dawley SD Rats exposed to Whole-Body Radio Frequency Radiation at a Frequency (900 MHz) and Modulations (GSM and CDMA) Used by Cell Phones. National Institutes of Health, Public Health Service, US Department of Health and Human Services; November 2018 <a href="https://ntp.niehs.nih.gov/publications/reports/tr/500s/tr595/">https://ntp.niehs.nih.gov/publications/reports/tr/500s/tr595/</a>. Accessed March 8, 2022<br>[6] Schüz J, Elliott P, Auvinen A et al. An international prospective cohort study of mobile phone users and health (Cosmos): design considerations and enrolment. Cancer Epidemiol 2011; 35 (1): 37–43<br><br>(idw-online, 31.5.22, Dr. Bettina Albers)<br>Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie<br>c/o Dr. Bettina Albers, albersconcept, Jakobstraße 38, 99423 Weimar<br>Tel.: +49 (0)36 43 77 64 23<br>E-Mail: presse@dgn.org<br><br><br></p>
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		<title>Niedrigere Sterblichkeit durch Vitamin D</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2022/01/19/niedrigere-sterblichkeit-durch-vitamin-d/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fritz Gleiß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2022 08:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange war unklar, ob die Supplementation von Vitamin D vor Krebs schützen oder krebsbedingte Todesfälle verhindern kann. Nun zeigen mehrere Metaanalysen: Zur Vorbeugung von Krebs bringt eine Vitamin-D-Gabe nichts, die Sterblichkeit an Krebs kann sie aber senken. Im Jahr 2019 erschienen gleich drei Metaanalysen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen einer Vitamin-D-Supplementation und der Gesamtkrebsinzidenz [&#8230;]]]></description>
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<p>Lange war unklar, ob die Supplementation von Vitamin D vor Krebs schützen oder krebsbedingte Todesfälle verhindern kann. Nun zeigen mehrere Metaanalysen: Zur Vorbeugung von Krebs bringt eine Vitamin-D-Gabe nichts, die Sterblichkeit an Krebs kann sie aber senken.</p>



<p>Im Jahr 2019 erschienen gleich drei Metaanalysen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen einer Vitamin-D-Supplementation und der Gesamtkrebsinzidenz sowie der Gesamtkrebssterblichkeit beschäftigten und sehr ähnliche Ergebnisse hatten. Die erste Arbeit veröffentlichte eine Gruppe um Dr. NaNa Keum von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston im Fachjournal »Annals of Oncology« (DOI: <a href="https://www.annalsofoncology.org/article/S0923-7534(19)31159-7/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10.1093/annonc/mdz059</a>). Die Forscherinnen und Forscher berücksichtigten darin zehn bis einschließlich November 2018 veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studien (RCT) zur Krebsinzidenz mit insgesamt 6537 Fällen, von denen fünf auch die Krebssterblichkeit untersucht hatten (1591 Todesfälle).</p>



<p>Die Probandinnen und Probanden hatten in den Studien entweder eine tägliche Vitamin-D-Dosis zwischen 400 I.E. und 2000 I.E. erhalten oder Bolusgaben von 20.000 I.E. pro Woche oder 500.000 I.E. einmal jährlich. Als Vergleich hatte entweder Placebo gedient oder andere Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel Calcium ohne <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/vitamin-d">Vitamin D</a>. Die Nachbeobachtungszeit hatte drei bis zehn Jahre betragen. Als Grundlage der Metaanalyse dienten die erreichten Spiegel von 25-Hydroxy-Vitamin-D im Blut der Interventions- und der Vergleichsgruppen. Diese lagen zwischen 54 und 135 nmol/l.</p>



<p>Die Forschergruppe um Keum ermittelte keine Beeinflussung der Krebsinzidenz durch höhere Vitamin-D-Spiegel. Die krebsbezogene Gesamtmortalität konnte die Vitamin-D-Supplementation jedoch signifikant senken: Das Risiko verringerte sich durchschnittlich um 13 Prozent, wobei nur die tägliche Supplementation eine Auswirkung hatte und nicht die seltenere Bolusgabe. Auch war der Effekt in Studien mit einer Nachbeobachtungszeit unter fünf Jahren nicht vorhanden, was auf eine Latenzzeit der schützenden Wirkung von Vitamin D hindeutet, die, wie die Autoren bemerken, auch in früheren Studien schon zu sehen gewesen sei.</p>



<p>Die protektive Wirkung des Vitamin D bei Krebspatienten könne möglicherweise durch immunmodulatorische Effekte und eine Senkung der Metastasierungsneigung von Tumoren erklärt werden. Insofern sei es sinnvoll, in weiteren Studien zu testen, ob eine Vitamin-D-Supplementation bei Krebspatienten die Mortalität senkt. Allerdings werde dabei womöglich die Schutzwirkung unterschätzt, da sie umso stärker ausgeprägt sein könnte, je früher mit der Einnahme begonnen werde: In den hier berücksichtigten Studien hätten die meisten Probanden zu Beginn noch keine Krebsdiagnose gehabt, die Supplementation also sogar schon in einem prädiagnostischen Stadium begonnen. Wenn erst nach der Diagnose mit der Einnahme begonnen werde, sei dies möglicherweise zu spät.</p>



<p>Auch die zweite Studie, eine im »Journal of Community Hospital Internal Medicine Perspectives« erschienene Arbeit, zeigte eine Reduktion der Krebssterblichkeit um 13 Prozent durch Vitamin-D-Supplementation, aber keinen krebsprotektiven Effekt (DOI: <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/20009666.2019.1701839?__cf_chl_jschl_tk__=syYceRUjTIe5vBTh23itt39HcE61TM7GBwe2mkmZuxg-1641567236-0-gaNycGzNC1E" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10.1080/20009666.2019.1701839</a>). Die Autoren um Dr. Tarek Haykal vom Hurley Medical Center in Flint, Michigan, berücksichtigten darin zehn placebokontrollierte RCT mit insgesamt 79.055 Teilnehmern. Auch sie kommen zu dem Fazit, dass eine Supplementation von Vitamin D zur Prävention im Zusammenhang mit <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/krebs">Krebs</a> sinnvoll sein könne, da sie zwar nicht nachweislich die Krebsinzidenz senke, wohl aber die Sterblichkeit reduzieren könne, falls ein Mensch unter der Anwendung an Krebs erkranke.</p>



<p>Metaanalyse Nummer 3 schließlich ermittelte genau wie die anderen beiden eine Senkung der Krebsmortalität um 13 Prozent durch Vitamin D, und zwar von 2,43 auf 2,11 Prozent. Einbezogen waren wieder zehn RCT mit diesmal insgesamt 81.362 Teilnehmern. Wie die Autoren um Dr. Xinran Zhang vom China-Japan Friendship Hospital in Peking im Fachjournal »Bioscience Reports« ausführten, ergab sich auch hier kein Hinweis auf eine Schutzwirkung vor Krebs (DOI: <a href="https://portlandpress.com/bioscirep/article/39/11/BSR20190369/220847/Meta-analysis-of-randomized-controlled-trials-on" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10.1042/BSR20190369</a>).</p>



<p>Nahrungsmittel statt Supplemente</p>



<p>Angesichts der so belegten Vorteile einer erhöhten Vitamin-D-Zufuhr mit Blick auf die Krebssterblichkeit untersuchten Forscherinnen und Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zuletzt die Frage, ob mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel eine Alternative zur Supplementierung darstellen könnten. Solche Lebensmittel, beispielsweise Milch und Joghurt, Orangensaft oder Frühstücksflocken mit einer Extraportion Vitamin D seien in Kanada, Schweden, Finnland oder Australien längst Alltag in jedem Supermarkt, heißt es dazu <a href="https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2021/dkfz-pm-21-66-Vitamin-D-angereicherte-Lebensmittel-koennten-Krebssterblichkeit-senken.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einer Pressemitteilung des DKFZ</a>. Staatliche Programme regelten in diesen Ländern, welche Lebensmittel mit welcher Vitamindosis angereichert werden.</p>



<p>Laut einer Modellrechnung, die die Gruppe um Dr. Tobias Niedermaier im Fachjournal »Nutrients« veröffentlichte, lässt sich der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Blutspiegel mit angereicherten Lebensmitteln um etwa 10 bis 42 nmol/l erhöhen (DOI: <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/13/11/3986" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10.3390/nu13113986</a>). Damit schneidet der Verzehr solcher Lebensmittel nicht schlechter ab als die Supplementation, die mit 820 bis 2000 I.E. pro Tag eine Erhöhung des Blutwerts um circa 15 bis 30 nmol/l erreicht. Im Durchschnitt erzielte die Lebensmittelanreicherung Werte, die einer Einnahme von 400 I.E. Vitamin D pro Tag entsprechen.</p>



<p>Vitamin D (mit-) zu essen statt zu schlucken oder zu spritzen, hätte aus Sicht der Autoren nicht nur praktische Vorteile, sondern auch finanzielle. Laut ihren Berechnungen ließen sich damit etwa 95 Prozent der Kosten einsparen, die nötig wären, um die Bevölkerung ab 50 Jahren in Deutschland täglich mit einem Vitamin-D-Präparat zu versorgen. »Im Vergleich zu den eingesparten Krebsbehandlungskosten wären die Kosten vernachlässigbar gering. Und wir würden weitaus größere Kreise erreichen, etwa Menschen mit einem geringeren Gesundheitsbewusstsein, die häufig besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel haben«, führt Niedermaier aus.</p>



<p>Daher plädieren die Forscherinnen und Forscher des DKFZ dafür, die protektiven Effekte von mit Vitamin D angereicherten Lebensmittel in weiteren Studien zu untersuchen.</p>



<p>(pharmazeutische-zeitung.de, 17.1.22, Laura Rudolph/Annette Rößler)</p>
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		<item>
		<title>Vitamin-D-Prophylaxe senkt Mortalität und Kosten</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2021/05/31/vitamin-d-prophylaxe-senkt-mortalitaet-und-kosten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 May 2021 13:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[Täglich 1000 Einheiten Vitamin D für jede Person über 50 Jahren könnte laut Forschern des DKFZ die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, deutlich senken. Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums empfehlen für Krebskranke ab 50 Jahren die Supplementierung von Vitamin D. Es gehe hierzulande in Summe um knapp 322&#160;000&#160;Jahre Lebenszeit, die den Patienten geschenkt werden könnten&#160;– unabhängig [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Täglich 1000 Einheiten Vitamin D für jede Person über 50 Jahren könnte laut Forschern des DKFZ die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, deutlich senken.</p>



<p>Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums empfehlen für Krebskranke ab 50 Jahren die Supplementierung von Vitamin D. Es gehe hierzulande in Summe um knapp 322&nbsp;000&nbsp;Jahre Lebenszeit, die den Patienten geschenkt werden könnten&nbsp;– unabhängig von der Tumorentität.</p>



<p>Grundlage bilden die Ergebnisse aus drei internationalen Metaanalysen, laut derer eine Prophylaxe mit Vitamin&nbsp;D die Krebssterblichkeitsrate um jeweils 13&nbsp;% reduziert. Bezogen auf Deutschland würde dies jährlich fast 29&nbsp;000&nbsp;krebsbedingte Todesfälle weniger bedeuten. Vorausgesetzt, die rund 36&nbsp;Millionen über 50-Jährigen nehmen täglich mind. 1000&nbsp;IU Vitamin&nbsp;D.</p>



<p>Auch hinsichtlich der Gesundheitskosten würde sich eine solch breit angelegte Präventionsmaßnahme lohnen. Im Vergleich zu den durchschnittlich 40&nbsp;000&nbsp;Euro, die für eine palliative Tumorversorgung anfallen, kostet die Nahrungsergänzung jährlich im Mittel 25&nbsp;Euro pro Person. Dies macht in Summe für alle Bürger ab 50&nbsp;Jahren 900&nbsp;Mio.&nbsp;Euro und damit deutlich weniger als die 1,15&nbsp;Mrd.&nbsp;Euro, die jene 29&nbsp;000&nbsp;Krebspatienten am Lebensende beanspruchen. Somit ließen sich jährlich 254&nbsp;Mio.&nbsp;Euro einsparen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Quelle:&nbsp;Pressemitteilung&nbsp;– Deutsches Krebs­forschungszentrum</h4>



<h4 class="wp-block-heading">(medical-tribune.de, 31.5.21, Maria Fett)</h4>
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