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	<title>Forschung &#8211; Onkoforum Celle</title>
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	<title>Forschung &#8211; Onkoforum Celle</title>
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		<title>Analyse: Größere Erfolgschancen in spezialisierten Krebs-Zentren</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2022/05/06/analyse-groessere-erfolgschancen-in-spezialisierten-krebs-zentren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fritz Gleiß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 06:17:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeine News]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Berlin (dpa) &#8211; Bei Krebsbehandlungen bestehen laut einer Analyse in spezialisierten Zentren größere Erfolgsaussichten als in Kliniken ohne besondere Zertifizierung. Eine deutlich geringere Sterblichkeit habe sich etwa bei Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs gezeigt, teilte der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK)&#160;am Dienstag mit. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge für rund eine Million Behandlungsfälle von 2009 bis [&#8230;]]]></description>
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<p>Berlin (dpa) &#8211; Bei Krebsbehandlungen bestehen laut einer Analyse in spezialisierten Zentren größere Erfolgsaussichten als in Kliniken ohne besondere Zertifizierung. Eine deutlich geringere Sterblichkeit habe sich etwa bei Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs gezeigt, teilte der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK)&nbsp;am Dienstag mit. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge für rund eine Million Behandlungsfälle von 2009 bis 2017 bundesweite Abrechnungsdaten von AOK-Versicherten sowie Daten der klinischen Krebsregister Regensburg, Dresden, Erfurt und Berlin-Brandenburg.</p>



<p>Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass von einer Zentrumsbehandlung Patienten mit früheren Tumorstadien stärker profitierten als Patienten mit Tumoren in fortgeschrittenem Stadium. Positive Effekte seien etwa damit zu erklären, dass Patienten in zertifizierten Zentren auf inter- und multidisziplinäre Behandlungsteams träfen, die häufiger leitliniengerecht behandelten und auf bessere Prozess- und Strukturqualität zurückgreifen können, erklärte die Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT), Monika Klinkhammer-Schalke.</p>



<p>Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, sagte: „Noch immer werden viel zu viele Patientinnen und Patienten mit Krebs außerhalb der spezialisierten Zentren behandelt.“ Gerade in diesem sensiblen Versorgungsbereich werde noch mehr Konzentration von Leistungen gebraucht. Das „Optimierungspotenzial“ solle in der anstehenden Reform der Krankenhauslandschaft aufgegriffen werden. (26.4.2022)</p>



<p>Das Projekt „Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren“ wurde den Angaben zufolge vorgenommen vom Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung an der Technischen Universität Dresden, der ADT, dem Wissenschaftlichen Institut der AOK, dem Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung der Uni Regensburg sowie dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden.</p>
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		<title>Kein Hirntumorrisiko durch Handystrahlung</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2022/05/04/kein-hirntumorrisiko-durch-handystrahlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fritz Gleiß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2022 06:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeine News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[Berlin &#8211; Nahezu jeder Bundesbürger hat ein Handy. Es wird immer wieder diskutiert, ob die elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung Risiken birgt. Die größte Sorge besteht hinsichtlich Hirntumoren. Nach aktueller Studienlage ist davon auszugehen, dass die Handynutzung das Hirntumorrisiko nicht erhöht. Auch die nun publizierte Follow-up-Analyse der prospektiven, seit über 20 Jahren laufenden „UK Million Women Study“ [1] [&#8230;]]]></description>
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<p>Berlin &#8211; Nahezu jeder Bundesbürger hat ein Handy. Es wird immer wieder diskutiert, ob die elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung Risiken birgt. Die größte Sorge besteht hinsichtlich Hirntumoren. Nach aktueller Studienlage ist davon auszugehen, dass die Handynutzung das Hirntumorrisiko nicht erhöht. Auch die nun publizierte Follow-up-Analyse der prospektiven, seit über 20 Jahren laufenden „UK Million Women Study“ [1] konnte keinen Anhalt für ein höheres Hirntumorrisiko durch Handystrahlung liefern.</p>



<p>Die kabellose Kommunikation über Mobiltelefone geht mit einer Emission von elektromagnetischen Feldern („radiofrequency electromagnetic fields“/RF-EMF) einher. RF-EMF gab es im Alltag bereits vor dem Mobilfunk durch Radio und Fernsehen; dies sind jedoch keine Geräte, die in Kopfnähe verwendet wurden. Die ausgesendete elektromagnetische Strahlung liegt im hochfrequenten Spektrum zwischen FM-Radiowellen und Mikrowellen; sie ist wie auch sichtbares Licht und Wärmestrahlung nicht-ionisierend – im Gegensatz zu ionisierenden Strahlen wie UV-, Röntgen-, und γ-Strahlung. Die Energie der Handy-Strahlung reicht nicht aus, um die DNA in den Zellkernen direkt zu schädigen und somit Krebs auszulösen. Hohe Dosen von RF-Wellen können jedoch Zellen und Gewebe erwärmen; dabei gilt: je niedriger die Frequenz, desto tiefer dringen die Strahlen ein. Innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte reicht die Energie von Mobiltelefonen aber nicht aus, um beispielsweise die Körpertemperatur zu erhöhen. Lange Zeit wurde diskutiert, dass es auch unterhalb dieser Grenzwerte biologische Nebenwirkungen von Mobiltelefon-Nutzung geben könnte, möglicherweise durch andere Mechanismen als die Wärmeabgabe. Viele Studien untersuchten die Assoziation zwischen Handynutzung und Hirntumoren – nach der aktuellen Evidenz erhöht eine normale Nutzung von Mobiltelefonen das Hirntumorrisiko nicht [2].<br><br>Ein Update der „UK Million Women Study“ [1] berichtet nun über die Follow-up-Phase (ab 2013) zur möglichen Assoziation zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumoren. Die großangelegte, prospektive Studie begann 1996 in England und Schottland mit der Rekrutierung jeder vierten, zwischen 1935-1950 geborenen Frau in UK an 66 Brustkrebs-Screeningzentren des NHS (National Health Service). Primär sollte die Assoziation von Brustkrebsrisiko und menopausalen Hormontherapien evaluiert werden – sowie anderer potenziell modifizierbarer Faktoren, die die Gesundheit von Frauen im späteren Leben beeinträchtigen könnten. Bis 2001 wurden 1,3 Millionen Frauen in die Studie eingeschlossen. Im Jahr 2001 wurden erstmals Fragen zur Nutzung von Mobiltelefonen gestellt, dann wieder 2011.<br><br>Von 776.156 Frauen, die 2001 den Fragebogen vollständig beantwortet hatten, erkrankten im Follow-up über 14 Jahre 3.268 an einem Hirntumor. Das adjustierte relative Risiko bei Handy-Nutzung („ever“) versus keine Handynutzung („never“) betrug für alle Arten von Hirntumoren 0,97; für Gliome 0,89 und für Meningeome, Hypophysentumoren und Akustikusneurinome jeweils 1,0. Daher besteht kein erhöhtes Hirntumorrisiko bei Handynutzung. Verglichen mit Teilnehmerinnen, die angaben, nie Mobiltelefone zu nutzen, gab es auch keine statistisch signifikanten Assoziationen für Hirntumoren bzw. Tumor-Subtypen bei den Untergruppen mit „täglichem Gebrauch des Mobiltelefons“ oder mit „Gebrauch des Mobiltelefons seit mindestens zehn Jahren“. Wenn man die Handy-Nutzung von 2011 zugrunde legt, gab es gegenüber „Nie-Nutzerinnen“ auch keine statistisch signifikanten Assoziationen bei Teilnehmerinnen, die „mindestens eine Minute pro Woche“ oder „mindestens 20 Minuten pro Woche mobil telefonierten“ oder „seit mindestens zehn Jahren ein Mobiltelefon nutzten“: Für alle Gruppen lag das relative Risiko für Gliome in den Gehirnbereichen, die potenziell der stärksten Handystrahlung ausgesetzt sind (Temporal- oder Parietallappen), ungefähr bei 1,0. Auch kommt hinzu: Die Strahlungsemission hat mit immer neueren Handy-Generationen deutlich abgenommen, so dass man heute bei exzessiver Nutzung wahrscheinlich der gleichen Menge an RF-EMF-Exposition ausgesetzt ist wie bei moderater Nutzung von Mobiltelefonen der ersten Generation.<br><br>„Auch wenn in dieser Studie ausschließlich Daten zu Frauen erhoben wurden, unterstützen die Ergebnisse die zunehmende Evidenz, dass eine Mobiltelefon-Nutzung unter den üblichen Bedingungen Risiko und Inzidenz für Hirntumoren nicht erhöht“, kommentiert Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, der Pressesprecher der DGN. „Eine weitere seit über 10 Jahren laufende internationale prospektive Kohortenstudie [6] zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunk-Nutzung bei beiden Geschlechtern könnte demnächst weitere Erkenntnisse bringen“, ergänzt Prof. Dr. med. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN.<br><br>[1] Schüz J, Pirie K, Reeves GK et al. Cellular Telephone Use and the Risk of Brain Tumors: Update of the UK Million Women Study. J Natl Cancer Inst 2022 May 9; 114 (5): 704-711 doi: 10.1093/jnci/djac042.<br>[2] Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR). Opinion on Potential Health Effects of Exposure to Electromagnetic Fields (EMF). European Commission; 2015 <a href="https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/emerging/docs/scenihr_o_041.pdf">https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/emerging/docs/scenihr_o_041.pd&#8230;</a>. Accessed January 20, 2022<br>[3] Baan R, Grosse Y, Lauby-Secretan B et al.; for the WHO International Agency for Research on Cancer Monograph Working Group. Carcinogenicity of radio frequency electromagnetic fields. Lancet Oncol 2011; 12 (7): 624–626<br>[4] Falcioni L, Bua L, Tibaldi E et al. Report of final results regarding brain and heart tumors in Sprague-Dawley rats exposed from prenatal life until natural death to mobile phone radiofrequency field representative of a 1.8GHz GSM base station environmental emission. Environ Res 2018; 165: 496–503 doi:10.1016/j.envres.2018.01.037.<br>[5] National Toxicology Program (NTP). NTP Technical Report on the Toxicology and Carcinogenesis Studies in Hsd:Sprague Dawley SD Rats exposed to Whole-Body Radio Frequency Radiation at a Frequency (900 MHz) and Modulations (GSM and CDMA) Used by Cell Phones. National Institutes of Health, Public Health Service, US Department of Health and Human Services; November 2018 <a href="https://ntp.niehs.nih.gov/publications/reports/tr/500s/tr595/">https://ntp.niehs.nih.gov/publications/reports/tr/500s/tr595/</a>. Accessed March 8, 2022<br>[6] Schüz J, Elliott P, Auvinen A et al. An international prospective cohort study of mobile phone users and health (Cosmos): design considerations and enrolment. Cancer Epidemiol 2011; 35 (1): 37–43<br><br>(idw-online, 31.5.22, Dr. Bettina Albers)<br>Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie<br>c/o Dr. Bettina Albers, albersconcept, Jakobstraße 38, 99423 Weimar<br>Tel.: +49 (0)36 43 77 64 23<br>E-Mail: presse@dgn.org<br><br><br></p>
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		<title>Traditionelle Heilmittel und der Kampf gegen Krebs</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2021/10/28/traditionelle-heilmittel-und-der-kampf-gegen-krebs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2021 12:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Studien über indigenes Wissen In Äthiopien greifen Naturmediziner auf jahrhundertealtes Wissen zurück. An der Universität Greifswald untersucht ein äthiopischer Pharmakologe ein traditionelles Heilmittel gegen Krebs jetzt auf seine Wirksamkeit. Mit einem Plastikbecher Automatenkaffee sitzt der äthiopische Pharmakologe Solomon Tesfaye vor seinem Labor auf dem Campus der Universität Greifswald. Begeistert erzählt er von seiner Faszination für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Studien über indigenes Wissen</h2>



<h4 class="wp-block-heading">In Äthiopien greifen Naturmediziner auf jahrhundertealtes Wissen zurück. An der Universität Greifswald untersucht ein äthiopischer Pharmakologe ein traditionelles Heilmittel gegen Krebs jetzt auf seine Wirksamkeit.</h4>



<p>Mit einem Plastikbecher Automatenkaffee sitzt der äthiopische Pharmakologe Solomon Tesfaye vor seinem Labor auf dem Campus der Universität Greifswald. Begeistert erzählt er von seiner Faszination für Nutzpflanzen und seinen Drang, sie zu erforschen: „Ich bin in Addis Abeba aufgewachsen“, erzählt er. „Obwohl es eine große Stadt ist, wachsen dort überall Pflanzen wie die Vernonie, die bittere Scheinaster.“ Menschen in Äthiopien benützen ihre Blätter seit Ewigkeiten als Putzmittel. „Und jetzt, wo ich weiß, dass Vernonien antibakteriell wirksam sind, frage ich mich, wie die Menschen das damals herausbekommen haben.“</p>



<p><strong>Naturheilkunde mit langer Tradition</strong></p>



<p>Pflanzen spielen eine große Rolle in Äthiopien – im Alltag, aber auch in der Medizin. Häufig suchen Äthiopierinnen und Äthiopier statt einer Ärztin einen traditionellen Heiler auf. Sie arbeiten nach Konzepten der Naturheilkunde, behandeln etwa Wunden oder Krankheiten der inneren Organe, unter anderem mit Mitteln aus getrockneten Pflanzen. „Dieses Wissen wurde über Jahrhunderte hinweg angewandt, um verschiedene Krankheiten zu kurieren“, sagt Tesfaye. „Traditionelle Heiler haben für sich in Anspruch genommen, alle Krankheiten behandeln zu können.“</p>



<p>Unter anderem auch Krebserkrankungen. Sie werden im medizinischen System der Heiler als „Krankheiten, die von innen kommen“, systematisiert. Und obwohl Krebs oft schwer zu diagnostizieren ist – ohne bildgebene Verfahren, ohne Tumormarker –, gelingt dies einigen Heilern mitunter ganz gut. Viele Verläufe deuten auf einen Erfolg der Kräutertherapie hin.</p>



<p><strong>Skepsis gegenüber traditionellen Verfahren</strong></p>



<p>Dennoch steht der international ausgebildete Wissenschaftler Solomon Tesfaye dieser Praxis anfangs skeptisch gegenüber: „Einige der Kräuter sind auch bekannt für ihre Genotoxizität. Die Praxis der Heiler zu überprüfen, bedeutet auch, die Konsumenten vor Vergiftungen zu schützen.“</p>



<p>Solomon Tesfaye möchte die Kunst der traditionellen Heiler wissenschaftlich prüfen: Welchen Effekt haben ihre Kräuter auf Krebszellen und welchen auf gesunde? Er bereist das ganze Land, besucht Heiler, sammelt mit ihnen Heilpflanzen und versucht, so viel wie möglich über ihre Anwendung zu erfahren. Unter anderem trifft er Tegistu, Sekretär der Traditional Healers Organisation und selbst praktizierender Heiler im nordäthiopischen Bahir Dar.</p>



<p>Mit ihm fährt er zur Quelle des Blauen Nils, in die umliegenden Berge und über den Lake Tana, lässt sich Pflanzen zeigen. Tegistu verwendet sie etwa gegen von Amöben verursachte Krankheiten, gegen Durchfall und auch in der Krebstherapie. „Das hier ist Azoi – sehr reaktiv. Eine mächtige Pflanze gegen verschiedene Krebssorten.“</p>



<p><strong>Gesammelte Pflanzen werden taxonomisch erfasst</strong></p>



<p>Zurück in Addis Abeba ordnet Solomon Tesfaye mit Hilfe seines Kollegen Professor Melaku, dem Leiter des Herbariums, die mitgebrachten Pflanzen taxonomisch ein. „Die Blättereigenschaften sind bei vielen Pflanzen ähnlich. Deshalb untersuche ich die Schlüssel-Eigenschaften durchs Mikroskop, um die Pflanzen zu identifizieren, die Solomon erforscht. Einige Pflanzen, die für die Behandlung von Nierenerkrankungen verwendet haben, haben auch die Form einer Niere. Ein Wink der Natur.“</p>



<p>Allerdings reichen die Laborkapazitäten in Addis Abeba gerade einmal aus, die wirksamen Bestandteile aus den Pflanzen zu extrahieren – für die Prüfung der toxischen Auswirkungen findet Solomon Tesfaye schließlich Unterstützung an der Uni Greifswald, bei Professor Sebastian Günther: „Äthiopien war nie ein Land, das kolonisiert worden ist, hat einen sehr sehr reichen Arzneischatz und eine riesengroße Biodiversität“, sagt dieser. „Diese Pflanzen hatten über Jahrmillionen eine Ko-Evolution mit Proteinen von Wirbeltieren. Und deshalb ist dieser Ansatz auch so schön, weil er perfekt zeigt – und das ist das interessante und schöne an Solomons Daten – wir sehen selektive Toxizität. Wir denken, das ist definitiv ein Grund, da weiterzumachen.“</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Eigenschaften der Wirkstoffe werden in Greifswald geprüft</h3>



<p>Selektive Toxizität – die Komponenten greifen nur bestimmte Zellen an, das birgt die Hoffnung, dass eine Kräutertherapie ebenso effizient sein, aber weniger Nebenwirkungen zeigen könnte als eine Chemotherapie. Nach drei Monaten steht fest: „Fünf der Pflanzenextrakte, die ich mitgebracht hatte, wirken gegen Hautkrebszellen. Nach einem Toxizitäts-Screening haben wir außerdem herausgefunden, dass sie unbedenklich sind für gesunde Zellen.“</p>



<p>Solomon Tesfaye und Sebastian Günther beschließen, sich auf eine Pflanze zu konzentrieren: „Die Gnidia. Eine Pflanze, die traditionell in Äthiopien für die Behandlung von Melanomen und Brustkrebs verwendet wird. Wir klären nun die Strukturen auf von neun Komponenten, die wir in der Pflanze als möglicherweise wirksam ausgemacht haben.“</p>



<p>Im Labor werden die Extrakt-Komponenten zuerst isoliert. Dann werden sie zusammengebracht mit Zellkulturen, die etwa durch Blutspenden gewonnen wurden. Auf diese Weise lässt sich in Petrischalen die Wirkung dieser neun Proben auf verschiedene Krebsarten beobachten. Die Ergebnisse sind vielversprechend: „Gebärmutterhalskrebs gehört zu den am schnellsten wachsenden Karzinomen. Dennoch, bei Probe sieben sehen wir schon bei 1µg pro ml einen Effekt. Ab 3µg findet kein Wachstum des Tumors mehr statt. Das kann man wohl als sehr potentes Mittel gegen Krebs bezeichnen.“</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Hoffnung für Krebspatienten in Äthiopien</h3>



<p>Das Ergebnis stimmt Solomon Tesfaye hoffnungsvoll. In Äthiopien ist nicht nur die Vorsorgesituation schlecht, auch eine ordnungsgemäße Behandlung findet oft nicht statt. Wenn ein Tumor rechtzeitig erkannt wird, dann können sich die Patientinnen und Patienten in den meisten Fällen keine Chemotherapie leisten. Das muss in Zukunft aber nicht zwangsläufig ein Todesurteil bedeuten: „Wenn unser Projekt erfolgreich ist, können wir diese Extrakte für Patienten zugänglich machen, die sich keine Chemotherapie leisten können, oder an welche, die eine Komplementär-Behandlung wünschen.“ Noch allerdings geht es nur um Grundlagenforschung, die sich zunehmend indigenem Wissen und biologischen Quellen öffnet und sie prüft.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><em>(deutschlandfunkkultur.de, 28.10.21, Kolja Unger)</em></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-cyan-bluish-gray-background-color has-cyan-bluish-gray-color blog-abschluss-trenner"/>



<p class="has-small-font-size">An dieser Stelle verweisen wir auf einen aktuellen Artikel zum Thema Krebs, die MitarbeiterInnen für bemerkenswert halten. <strong>Damit verbinden wir keine Aussage über die Verlässlichkeit, Vollständigkeit oder den Wahrheitsgehalt der Informationen.</strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</div></div>
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		<title>Wo die Zukunft der mRNA-Medizin liegt – und wo die Hürden</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2021/08/23/wo-die-zukunft-der-mrna-medizin-liegt-und-wo-die-huerden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2021 12:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Krebs, Lungenleiden, Rheuma Nach dem Erfolg bei Covid-Vakzinen forcieren mRNA-Spezialisten die Entwicklung von Medikamenten. Sie setzen auf ergänzende Technologien und Zukäufe. Frankfurt a.M. &#8211; Mit ihren erfolgreichen Covid-Vakzinen haben die Biotechfirmen Biontech und Moderna die Impfstoffentwicklung fast im Handstreich revolutioniert und die mRNA-Technologie im Pharmasektor etabliert. Protagonisten der Biotechfirmen und auch viele externe Fachleute sehen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Krebs, Lungenleiden, Rheuma</h2>



<p>Nach dem Erfolg bei Covid-Vakzinen forcieren mRNA-Spezialisten die Entwicklung von Medikamenten. Sie setzen auf ergänzende Technologien und Zukäufe.</p>



<p>Frankfurt a.M. &#8211; Mit ihren erfolgreichen Covid-Vakzinen haben die Biotechfirmen <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/US09075V1026">Biontech</a> und <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/US60770K1079">Moderna</a> die Impfstoffentwicklung fast im Handstreich revolutioniert und die mRNA-Technologie im Pharmasektor etabliert. Protagonisten der Biotechfirmen und auch viele externe Fachleute sehen Wirkstoffe aus Boten-Nukleinsäuren (messenger-RNA) nun auch in anderen Bereichen der Medizin vor dem Durchbruch. <a href="https://www.handelsblatt.com/themen/biontech">Biontech</a>-Chef Ugur Sahin etwa schätzt, dass in 15 Jahren ein Drittel aller neu zugelassenen Arzneimittel auf der mRNA basieren könnte.</p>



<p>Das Potenzial ergibt sich aus den besonderen Eigenschaften des Biomoleküls mRNA und seiner Rolle als Informationsträger zwischen Genen und den Proteinfabriken der Zellen, den sogenannten Ribosomen. Das Molekül kann daher im Prinzip als eine Art „Software“ zur Steuerung von Stoffwechselvorgängen in den Zellen genutzt werden und bietet insofern die Perspektive einer flexibleren, kostengünstigeren Produktion und Entwicklung von Arzneien.</p>



<p>Denn die Körperzellen der Patienten, so die Vision, können im Prinzip zu Pharmafabriken umfunktioniert werden. Die Covid-Vakzine sind dafür die erste praktische Anwendung, der viele weitere folgen könnten.</p>



<p>Diese Erwartung spiegelt sich inzwischen sowohl in den <a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/anlagestrategie-biontech-pfizer-moderna-warum-die-kurse-der-impfstoff-stars-viel-fantasie-enthalten-koennten/27503392.html">sehr hohen Bewertungen für mRNA-Firmen</a> als auch in den Strategien etlicher Big-Pharma-Konzerne wider. <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/FR0000120578">Sanofi</a> etwa verstärkte sich vor wenigen Wochen mit der Übernahme seines US-Partners <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/US89374L1044">Translate Bio</a> für rund 3,2 Milliarden Dollar. Für den französischen Pharmariesen geht es dabei nicht nur darum, im Impfstoffbereich Anschluss zu halten, wie Firmenchef Paul Hudson deutlich machte: „Unser Ziel ist es, das Potenzial der mRNA in anderen strategischen Bereichen wie Immunologie, Onkologie und seltenen Erkrankungen zu erschließen.“</p>



<p>Konkurrenten wie <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/CH0012032113">Roche</a>, Glaxo-Smithkline (GSK), <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/GB0009895292">Astra-Zeneca</a> oder <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/US7170811035">Pfizer</a> setzen unterdessen vor allem auf ihre Kooperationen mit den mRNA-Pionieren aus dem Biotechsektor So rasant wie bei Impfstoffen dürfte der Umbruch im Medikamentenbereich allerdings kaum verlaufen. Denn ungeachtet der Erfolge sind noch einige Hürden zu meistern.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Technologie ist immer noch in einer frühen Phase</h3>



<p>Die mRNA-Therapien befinden fast durchweg noch in den frühen klinischen Testphasen oder in der präklinischen Entwicklung. Zudem deutet sich an, dass die mRNA-Medizin ihren stärksten Effekt womöglich in Kombination mit anderen Technologien und etablierten Arzneiwirkstoffen entfalten wird. Das schlägt sich inzwischen in den Akquisitions- und Partnering-Strategien der mRNA-Pioniere nieder. Vor allem diese Bereiche zeichnen sich als Anwendungsfelder für Arzneiwirkstoffe auf Basis von mRNA ab:<br>Therapeutische Vakzine gegen Krebs: Dieses Einsatzfeld ist am engsten mit den Covid-Impfstoffen verwandt. Denn auch hier geht es darum, die Immunabwehr mithilfe von mRNA zu aktivieren – allerding nicht zur Vorbeugung gegen eine Erkrankung, sondern als Wirkstoff gegen eine bereits manifestierte Erkrankung. Das Grundprinzip besteht darin, den Immunzellen mithilfe von mRNA Erkennungsmerkmale von Krebszellen zu vermitteln.</p>



<p>Vor allem Biontech testet bereits eine ganze Reihe solcher mRNA-Krebsvakzine in klinischen Studien. Am weitesten vorangeschritten sind die Arbeiten an mehreren mRNA-Produkten, die Biontech unter der Bezeichnung Fixvac in Kooperation mit Sanofi entwickelt. In diesem Fall liefern die Moleküle den Code für Oberflächen-Proteine, die typischerweise auf bestimmten Tumoren vorkommen. Für zwei dieser Fixvac-Produkte, potenzielle Medikamente gegen Hautkrebs sowie gegen bestimmte Kopf- und Halstumore, sind kürzlich sogenannte Phase-2-Studien angelaufen.</p>



<p>Ein zweites wichtiges Projekt von Biontech im Bereich von Tumorvakzinen sind individuell angepasste mRNA-Impfstoffe, die gegen Mutationen auf Tumorzellen gerichtet sind, die nur bei dem jeweiligen Patienten auftreten. Auch bei diesem Projekt, das die Mainzer in Kooperation mit dem Schweizer Pharmariesen <a href="https://www.handelsblatt.com/themen/roche">Roche</a> vorantreiben, sollen noch in diesem Jahr erste Phase-2-Studien anlaufen, gegen Hautkrebs und Darmkrebs. Ebenso wie Biontech arbeiten auch Moderna und <a href="https://www.handelsblatt.com/themen/curevac">Curevac</a> an verschiedenen Krebsvakzinen auf Basis von mRNA.</p>



<p>Therapeutische Proteine: Dabei handelt es sich im Prinzip um ein besonders naheliegendes und potenziell auch sehr breites Einsatzfeld. Da mRNA die Produktion von Proteinen in den Zellen steuert, können auf diese Weise theoretisch auch therapeutische Proteine im Körper von Patienten erzeugt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Antikörper-Präparate, wie sie heute bereits in vielfältiger Weise bei der Behandlung von Krebs, Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und auch bei manchen Infektionskrankheiten eingesetzt werden.</p>



<p>Moderna etwa testet einen mRNA-Wirkstoff, der die Produktion von Antikörpern gegen die in Afrika und Asien verbreitete Infektionskrankheit Chikungunya anregt. Darüber hinaus arbeitet das US-Unternehmen an Protein-Ersatztherapien gegen seltene Erbkrankheiten. Ziel ist es dabei, via mRNA die Produktion von Proteinen anzustoßen, die bei den Patienten aufgrund von genetischen Defekten fehlen.</p>



<p>Mit einer ähnlichen Strategie entwickelt Translate Bio eine mRNA-Therapie gegen Cystische Fibrose. Diese erbliche Lungenerkrankung wird durch ein defektes oder fehlendes Protein ausgelöst, das den Flüssigkeitstransport in den Zellen reguliert. Die mRNA soll in diesem Fall den Bauplan für das korrekte Protein in die Lungenzellen liefern.</p>



<p>Biontech hat unterdessen in diesem Jahr erste klinische Tests mit sogenannten Ribocytokinen gestartet. Dabei handelt es sich um mRNA-Wirkstoffe mit dem Code für bestimmte Signalmoleküle des Immunsystems (Cytokine).</p>



<p>Einsatz in der Gentechnologie: Nach und nach zeichnet sich ab, dass mRNA auch im Bereich der regenerativen Medizin sowie bei Gen- und Zelltherapien eine wichtige Rolle spielen könnte. So zum Beispiel als Vehikel für die Genom-Editierung mithilfe der Genschere Crispr/Cas. Auf optimierte mRNA-Konstrukte für den Einsatz von Crispr beim Menschen zielt etwa eine Allianz, die <a href="https://www.handelsblatt.com/themen/curevac">Curevac</a> bereits 2017 mit Crispr Therapeutics vereinbart hat. Diese Arbeiten befinden sich allerdings noch im präklinischen Stadium. Ebenfalls in präklinischer Phase arbeitet Biontech an mRNA-Produkten, die Zelltherapien gegen Krebs verstärken könnten.</p>



<p>Deutlich weiter ist unterdessen die US-Firma Moderna mit einem regenerativen mRNA-Wirkstoff, der die Durchblutung des Herzens verbessern soll. In diesem Fall zielt die mRNA darauf, die Produktion des Wachstumsfaktors VEGF im Herzen anzuregen, der das Wachstum von neuen Blutgefäßen steuert. Der Wirkstoff, den Moderna zusammen mit Astra-Zeneca entwickelt, befindet sich aktuell in einer Phase-2-Studie mit einigen Dutzend Patienten und wird in Verbindung mit Bypass-Operationen verabreicht.</p>



<p>Die Vielfalt der Projekte und die ehrgeizigen Ambitionen dürfen indessen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die mRNA-Therapien noch mit erheblichen Unwägbarkeiten verbunden sind. Anders als bei Impfstoffen hat die Technologie in der Behandlung von Krankheiten bisher noch keinen durchschlagenden Beleg geliefert, dass sie erfolgreich ist (Proof of Concept). Wie gut die mRNA-Produkte hier funktionieren, werden erst die Studien in den nächsten Jahren zeigen.</p>



<p>Ebenso wie bei allen anderen Medikamenten wird es auch bei den mRNA-Wirkstoffen darauf ankommen, dass sie die richtigen molekularen Ziele ansteuern und keine gravierenden Nebeneffekte erzeugen. Eine Hürde dürfte auch darin bestehen, die mRNA-Konstrukte in die richtigen Organe und Zellen zu bringen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die hohe Dosierung ist eine Herausforderung</h3>



<p>Eine andere Herausforderung könnte sich in der Dosierung ergeben. Denn diese wird bei vielen Therapien deutlich höher sein müssen als bei den Impfstoffen. Moderna zum Beispiel testet sein mRNA-Medikament gegen Chicungunya in einer Dosierung von sieben Milligramm. Das heißt: es wird hier 70-mal so viel mRNA verabreicht wie beim Covid-Vakzin des US-Unternehmens (100 Mikrogramm). Wie verträglich längerfristige Therapien mit hochdosierten mRNA-Wirkstoffen sind, ist bisher noch kaum erprobt.</p>



<p>Vor allem in der Krebstherapie zeichnet sich zudem ab, dass die mRNA-Therapien ihr Potenzial in Kombination mit anderen Wirkstoffen und Technologien entfalten werden. Sowohl Biontech als auch Moderna testen ihre Krebsvakzine daher intensiv zusammen mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, einer bereits etablierten Klasse von Krebsimmunmedikamenten auf Basis von Antikörpern.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Vollständige Biontech-Zulassung in den USA: Das kommt auf Arbeitnehmer zu</h3>



<p><a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/biotechunternehmen-biontech-jagt-bayer-impfstoffhersteller-verhundertfacht-umsatz-und-hebt-prognose-weiter-an/27496500.html">Biontech hat seine Forschung ohnehin deutlich über mRNA hinaus verbreitert </a>und arbeitet auch an Zelltherapien sowie klassischen Arzneiwirkstoffen auf Basis von Proteinen und kleinen, chemisch synthetisierten Molekülen. Zuletzt erwarb das Mainzer Unternehmen eine Entwicklungseinheit für T-Zell-Therapien samt Produktionsanlagen von der US-Firma Kite, einer Tochter des Biotechkonzerns <a href="https://www.handelsblatt.com/boerse/isin/US3755581036">Gilead</a>.</p>



<p>Der US-Konkurrent Moderna versteht sich zwar nach wie vor als reinrassiger mRNA-Spezialist. Man liebe das Informationsmolekül mRNA zu sehr und habe kein Interesse an „analogen Molekülen“ wie Proteinen oder klassischen Arzneiwirkstoffen, erklärte Firmenchef Stéphane Bancel im jüngsten Analysten-Call.</p>



<p>Zugleich signalisierte er aber ebenfalls Interesse, „den Horizont zu erweitern“ und die Bereitschaft, die hohen Erträge aus dem Covid-Geschäft in ergänzende Technologien und eventuell auch Akquisitionen zu investieren. Interessiert sei man zum Beispiel an Nukleinsäure-Technologien, Gentherapie und Genom-Editierung.</p>



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<p><em>(Handelsblatt.com, 23.8.21, Siegfried Hofmann)</em></p>



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<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-cyan-bluish-gray-background-color has-cyan-bluish-gray-color blog-abschluss-trenner"/>



<p class="has-small-font-size">An dieser Stelle verweisen wir auf einen aktuellen Artikel zum Thema Krebs, die MitarbeiterInnen für bemerkenswert halten. <strong>Damit verbinden wir keine Aussage über die Verlässlichkeit, Vollständigkeit oder den Wahrheitsgehalt der Informationen.</strong></p>



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]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3583</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Krebs durch einen Bluttest nachweisen – ist das wirklich möglich?</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2021/07/20/krebs-durch-einen-bluttest-nachweisen-ist-das-wirklich-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2021 12:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Bluttest, der Krebs genau und zuverlässig in einem frühen Stadium erkennt, wäre ein großer Schritt in der Krebsfrüherkennung. Nach einer US-Studie ist das durchaus realistisch, doch die Tests sind auch umstritten. 50 verschiedene Krebsarten soll ein Test aus den USA erkennen können. Entwickelt und finanziert wurden die Studien vom Unternehmen GRAIL, Inc. in Kalifornien. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Bluttest, der Krebs genau und zuverlässig in einem frühen Stadium erkennt, wäre ein großer Schritt in der Krebsfrüherkennung. Nach einer US-Studie ist das durchaus realistisch, doch die Tests sind auch umstritten.</p>



<p>50 verschiedene Krebsarten soll ein Test aus den USA erkennen können. Entwickelt und finanziert wurden die Studien vom Unternehmen <a href="https://grail.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GRAIL</a>, Inc. in Kalifornien. Der Bluttest soll nicht nur zeigen können, ob Krebs vorliegt, sondern sogar wo er sich im Körper befindet.&nbsp;</p>



<p>Die Ergebnisse der kalifornischen Studie waren Ende Juni in der Krebszeitschrift &#8220;<a href="https://bit.ly/36OBr1O" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Annals of Oncology</a>&#8221; beschrieben worden. Weltweit haben Wissenschaftler an der Optimierung derartiger Verfahren geforscht. Inzwischen gibt es etliche vielversprechende Ansätze.</p>



<p>&#8220;Bis aber nach ersten Erfolgsmeldungen ein zuverlässiger Krebsfrüherkennungstest für die breite Anwendung in der Bevölkerung vorliegt, ist noch weitere Forschung notwendig&#8221;, sagt <a href="https://www.dkfz.de/de/executive-women/vertreterinnen/weg-remers.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Susanne Weg-Remers</a>&nbsp;vom Krebsinformationsdienst des DKFZ, des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Sie sieht den Hype um die neusten Studienergebnisse zu Bluttests kritisch.</p>



<p>&#8220;Möglicherweise wird nach aktuellem Stand ein bisschen zu viel versprochen. Damit ein Bluttest sich als Früherkennungsuntersuchung eignet, müssen noch weitere, anders designte klinische Studien mit sehr hohen Probandenzahlen laufen. Nur so können wir sicher sein, dass diejenigen, die diesen Test anwenden, tatsächlich einen Nutzen davon haben, das heißt, Krebs wird zuverlässig, präzise und so frühzeitig erkannt, dass es gute Heilungschancen gibt. Und mögliche Risiken des Tests müssen sich im Rahmen halten.&#8221;</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert der Test?</h3>



<p>Verschiedene Voraussetzungen sind nötig, damit ein Bluttest dem Krebs auf die Spur kommen kann. Dazu müssen Krebszellen, Teile ihrer DNA oder für Krebs typische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biomarker" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Biomarker</a> in der Blutbahn zirkulieren. Nur dann kann der Bluttest den Tumor auch finden.</p>



<p>&#8220;Der hier beschriebene Bluttest untersucht die Erbinformation, von der man vermutet, dass mögliche Tumorzellen sie ins Blut abgeben. Sogenannte&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Methylierung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methylierungsmuster</a> sind offenbar verändert, wenn ein bestimmter Tumor im Köper vorkommt&#8221;, erläutert Weg-Remers.</p>



<p>Diese Methylierungsmuster sind bei entarteten Zellen, also Krebszellen, anders als bei gesunden. Bei der Methylierung der DNA übertragen Enzyme bestimmte Methylgruppen auf bestimmte DNA-Basen. Sie modifizieren die Erbsubstanz. Die DNA-Methylierung verändert die Struktur der DNA und dementsprechend auch ihre Eigenschaften.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Künstliche Intelligenz hilft bei der Auswertung</h3>



<p>Mehr als eine Million Stellen einer DNA soll der Bluttest aus Kalifornien ermitteln können, ein Algorithmus soll die Ergebnisse auswerten und auch die Muster verschiedenen Arten von Krebs und Geweben zuordnen. Bei der letzten Teilstudie&nbsp;haben die Forscher 2823 Personen untersucht, bei denen Krebs bereits diagnostiziert worden war und 1254 gesunde. Je weiter der Krebs fortgeschritten war, umso häufiger gab es ein Ergebnis.</p>



<p>Ein einfacher Bluttest soll verschiedene Krebsarten erkennen können</p>



<p>&#8220;Um Tests, die zur Früherkennung geeignet sind, zu charakterisieren, ist zunächst einmal die Sensivität wichtig. Das heißt, man muss schauen, wie oft erkennt der Test einen Tumor korrekt, und man muss auch die Spezifität bestimmen, also die Häufigkeit, mit der der Test richtig erkennt, dass kein Tumor vorhanden ist. Das sind zwei wichtige Kenngrößen für einen Test, den man für die Früherkennung einsetzen möchte&#8221;, erläutert Weg-Remers.</p>



<p>Gerade bei frühen Krankheitsstadien werden Tumoren häufiger übersehen, da es oft noch keine Symptome gibt. &#8220;Gerade da aber wäre es sinnvoll, Tests einzusetzen, die den Krebs zuverlässig entdecken.&#8221; Voraussetzung sei, dass der Test zu einem sehr hohen Prozentsatz funktioniere und den Tumor korrekt nachweise aber auch richtigerweise Entwarnung gibt, wenn kein Tumor da ist.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Früherkennung ist das A und O</h3>



<p>Der neue Bluttest konnte bei über 50 verschiedenen Krebsarten in verschiedenen Stadien Krebssignale erkennen. Im Durchschnitt waren 51,5 Prozent der Resultate korrekt positiv (Sensitivität), während 99,5 Prozent der Testergebnisse korrekt negativ waren (Spezifität).</p>



<p>Aber es gibt noch weitere Fallstricke: Bei manchen Menschen zeigen Tests einen Tumor an, obwohl es ihn gar nicht gibt. Das Ergebnis ist also falsch-positiv. Aber auch falsch-negative Ergebnisse gibt es, wenn eine vorhandene Krebserkrankung durch den Test nicht erkannt wird. Der Patient fühlt sich sicher, aber diese Sicherheit ist nicht nur trügerisch, sie kann lebensgefährlich werden, wenn der Krebs nicht behandelt wird.</p>



<p>Mit einem funktionierenden Bluttest könnte Krebs schon im Frühstadium erkannt werden</p>



<p><strong>Verschiedene Krebsstadien</strong></p>



<p>Rund 200 verschiedene Krebsarten gibt es, 50 wurden im Rahmen&nbsp;der Studie untersucht. Bei den untersuchten Patienten lagen verschiedene Krebsstadien vor. Die Studie berücksichtigte also Tumoren, die sich noch in einem sehr frühen Stadium befanden, aber auch Krebs im fortgeschrittenen Stadium.</p>



<p>Je weiter der Krebs fortgeschritten war, umso höher war die Trefferquote. Sie lag bei Patienten mit Krebs in Stadium IV, also bei schon fortgeschrittener Erkrankung, bei 90,1 Prozent. Wesentlich geringer war das Ergebnis bei der Früherkennung. Im Stadium I erkannte der Test lediglich 16,8 Prozent. Oder – anders gerechnet: In rund 83 Prozent der Fälle wurde der Krebs im frühen Stadium durch den Test nicht erkannt.</p>



<p>Die zuverlässige Früherkennung mithilfe von Bluttests werde noch dauern, ist Weg-Remers überzeugt. &#8220;Wenn ich ein fortgeschrittenes Tumorstadium habe und ein Bluttest erkennt meinen Tumor, dann nutzt mir das zur Früherkennung nichts, denn dann gibt es die Tumordiagnose bereits.&#8221;</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Gefahr von Überdiagnosen</h3>



<p>Nicht nur falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse können problematisch sein. Bei allen Früherkennungstests könne es auch zu Überdiagnosen kommen, gibt Weg-Remers zu bedenken.</p>



<p>&#8220;Man entdeckt möglicherweise einen Krebs, der zu Lebzeiten dem Patienten keinerlei Probleme gemacht hätte. Es gibt Tumoren, die so langsam wachsen, dass sie nie symptomatisch werden. Wird ein solcher Tumor über einen Bluttest erkannt, wird der Betroffene zum Krebspatient mit entsprechenden Konsequenzen. Er unterzieht sich einer möglicherweise folgenschweren Behandlung, die vielleicht gar nicht notwendig gewesen wäre.&#8221;</p>



<p>Die meisten Menschen wollen einen Krebs verständlicherweise so schnell wie möglich loswerden, sind verunsichert und lassen sich aus Angst behandeln. Erstmal abwarten und die Entwicklung des Tumors beobachten, ist für die meisten Menschen keine Option.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bluttests stehen erst am Anfang</h3>



<p>In Deutschland gibt es zurzeit keinen Bluttest zur Krebsfrüherkennung in der Bevölkerung, dessen Nutzen positiv bewertet wurde und der entsprechend von den Krankenkassen bezahlt wird. Auch das PSA-Screening zur Früherkennung von Prostatakrebs ist umstritten. Wer sich für einen solchen Test entscheidet, muss die Kosten selbst tragen. Anders ist es, wenn ein Mann bereits Symptome hat, die auf Prostatakrebs hinweisen. Dann zahlt die Krankenkasse&nbsp;die PSA-Bestimmung.</p>



<p><strong>In den USA sind Bluttests zur Früherkennung bereits rezeptfrei zu haben</strong></p>



<p>&#8220;Die Hürden sind sehr hoch. In Studien muss nachgewiesen werden, dass ein Krebsfrüherkennungstest einen eindeutigen Nutzen hat. Das heißt, der Test wird nur dann in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen, wenn man damit einen Tumor auch im frühen Stadium entdecken kann, nicht erst im fortgeschrittenen. Es ist auch wichtig, dass es geeignete Behandlungsmethoden gibt, um diesen frühen Tumor so gut zu behandeln, dass sich die Heilungschancen wesentlich verbessern&#8221;, sagt Weg-Remers.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bluttests als Ergänzung</h3>



<p>In den USA steht der Multi-Krebs-Früherkennungstest bereits rezeptpflichtig zur Verfügung. Er soll als Ergänzung zu bereits existierenden Screeningmethoden für bestimmte häufige Krebsarten dienen und zur Früherkennung von Krebsarten, für die es noch keine erprobten Untersuchungsverfahren gibt. Dazu gehören der gefährliche Bauchspeicheldrüsen- und Speiseröhrenkrebs genauso wie der Leberkrebs.</p>



<p>Es gibt zurzeit sehr viele Bluttests, die in Studien erprobt werden. Nicht immer gibt es rein medizinische Gründe, um die Forschung voranzutreiben. &#8220;Es gibt Firmen, die die Angst vor Krebs mit solchen Bluttests sozusagen als Geschäftsmodell entwickelt haben. Sie bieten diese Tests auf Selbstzahlerbasis an. Dann macht der Patient einen solchen Test, bekommt ein unauffälliges Ergebnis und wiegt sich in trügerischer Sicherheit oder aber er bekommt große Angst und unterzieht sich weiterer Diagnostik, weil der Test vermeintlich einen Tumor gefunden hat&#8221;, so Weg-Remers.</p>



<p>Einen zuverlässigen, validierten Test, gegen egal welche Art von Krebs, aber gebe es derzeit noch nicht. Bis es so weit ist, seien noch viel Forschungsarbeit und etliche Studien notwendig.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><em>(deutsche welle, 20.7.21, Gudrun Heise)</em></p>
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		<title>Krebs-Impfstoff von Biontech in greifbarer Nähe: Erster Patient bekommt Vakzin gespritzt</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2021/06/19/krebs-impfstoff-von-biontech-in-greifbarer-naehe-erster-patient-bekommt-vakzin-gespritzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2021 16:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Unternehmen Biontech startet die zweite Testphase für seinen Krebs-Impfstoff BNT 111. Der erste Patient hat das Vakzin bereits erhalten. Mainz – Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech machte in den letzten Monaten vor allem durch den hauseigenen Corona*-Impfstoff Biontech/Pfizer*, der in Zusammenarbeit mit dem namensgebenden amerikanischen Unternehmen hergestellt und auch bereits breit verimpft wird, auf sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Unternehmen Biontech startet die zweite Testphase für seinen Krebs-Impfstoff BNT 111. Der erste Patient hat das Vakzin bereits erhalten.</p>



<p>Mainz – Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech machte in den letzten Monaten vor allem durch den hauseigenen <a href="https://www.fr.de/thema/corona-virus-sti1424368/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corona</a>*-Impfstoff <a href="https://www.fr.de/wissen/biontech-pfizer-entwickeln-corona-impfstoff-mrna-90147909.html">Biontech/Pfizer</a>*, der in Zusammenarbeit mit dem namensgebenden amerikanischen Unternehmen hergestellt und auch bereits breit verimpft wird, auf sich aufmerksam. In vielen Augen stieg Biontech dadurch zu einer Art strahlendem Retter in der düsteren Pandemie-Zeit auf.</p>



<p>Doch das Unternehmen befasst sich nicht nur mit der Erforschung und Herstellung von <a href="https://www.fr.de/wissen/corona-impfung-impfstoff-impfstoffe-biontech-moderna-astrazeneca-mrna-vektor-coronavirus-covid-19-90160077.html">Corona-Impfstoffen</a>*. Bereits vor Beginn der weltweiten Pandemie <a href="https://www.fr.de/wissen/corona-coronavirus-krebs-impfstoff-impfung-biontech-mrna-ugur-sahin-zr-90102155.html">forschte Biontech an einem Vakzin gegen Krebs</a> – dort könnte der Firma mit Schwerpunkt auf Biotechnologie nun der nächste große Durchbruch gelingen.</p>



<p>Krebsimpfstoff von Biontech: Testphase zwei beginnt – erster Patient mit Vakzin behandelt</p>



<p>In einer offiziellen Mitteilung vom Freitag (18.06.2021) erklärte das Unternehmen nun, dass dem ersten Patienten mit unheilbarem Hautkrebs im Rahmen einer Phase-2-Studie bereits eine Dosis des Krebsimpfstoffkandidaten BNT 111 in Kombination mit dem Krebs-Mittel Libtayo von Regeneron und <a href="https://www.fr.de/wissen/proteinbasierter-impfstoff-von-sanofi-zeigt-nun-hohe-wirksamkeit-90793748.html">Sanofi</a>* verabreicht wurde. Mithilfe der Testphase sollen Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit des Krebsimpfstoffes in Verbindung mit dem Arzneimittel der anderen Hersteller überprüft und beobachtet werden. Laut Biontech umfasst die Studie demnach insgesamt 120 Patienten – der erste wurde jetzt in der EU behandelt.</p>



<p>„Unsere Vision ist es, die Stärke der körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Krebs und Infektionskrankheiten zu nutzen. Wir konnten bereits das Potenzial von mRNA-basierten Impfstoffen im Einsatz gegen COVID-19 verdeutlichen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Krebserkrankungen ebenfalls eine große Bedrohung für die globale Gesundheit darstellen, die sogar weitaus schlimmer ist als die derzeitige Pandemie“, sagte&nbsp;Dr. Özlem Türeci, Mitgründerin und Chief Medical Officer bei Biontech.</p>



<p>Biontech: Weitere Krebsimpfstoffe für 2021 angekündigt</p>



<p>Der Krebsimpfstoffkandidat BNT 111 wird Unternehmensangaben nach intravenös verabreicht und setzt dabei auf eine feste Kombination an mRNA-kodierten nicht-mutierten Antigenen, die in bestimmten Krebsarten gehäuft vorkommen – dadurch soll eine möglichst präzise sowie starke angeborene und erlernte Immunantwort gegen die Krebszellen auslösen.</p>



<p>„In der frühen klinischen Untersuchung konnten wir für BNT111 bereits ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil sowie ermutigende erste Ergebnisse feststellen. Die Behandlung des ersten Patienten in unserer Phase-2-Studie ermutigt uns, unser ursprüngliches Ziel, das Potenzial von mRNA-basierten Impfstoffen für die Behandlung von Krebspatienten, weiterzuverfolgen und zu verwirklichen“, erklärte Türeci. Das Unternehmen kündigte für 2021 zudem den Beginn weiterer Phase-2-Studien für zusätzliche Krebsimpfstoffkandidaten an. (Jan Lucas Frenger)</p>



<p><em>(Frankfurter Rundschau, 19.6.2021, Jan Lucas Frenger)</em></p>
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		<item>
		<title>mRNA-Impfung gegen Krebs: Corona treibt die Forschung voran</title>
		<link>https://onko-forum-celle.de/2021/01/31/mrna-impfung-gegen-krebs-corona-treibt-die-forschung-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2021 13:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
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					<description><![CDATA[mRNA-Impfstoffe werden seit Jahren gegen Krebs getestet. Die Corona-Pandemie hat die Forschung mehr ins Licht gerückt. Manche Forscher sehen deswegen ein enormes Potenzial, andere dämpfen die Euphorie hingegen. Das Tempo überraschte selbst Experten: Das Erbgut des Coronavirus Sars-CoV-2 war Anfang 2020 erst wenige Wochen veröffentlicht, da legten Unternehmen aus den USA und Deutschland bereits Konzepte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>mRNA-Impfstoffe werden seit Jahren gegen Krebs getestet. Die Corona-Pandemie hat die Forschung mehr ins Licht gerückt. Manche Forscher sehen deswegen ein enormes Potenzial, andere dämpfen die Euphorie hingegen.</p>



<p>Das Tempo überraschte selbst Experten: Das Erbgut des Coronavirus Sars-CoV-2 war Anfang 2020 erst wenige Wochen veröffentlicht, da legten Unternehmen aus den USA und Deutschland bereits Konzepte für mRNA-Impfstoffe vor. Schon Ende 2020 erhielten Präparate von Biontech und Moderna die ersten Zulassungen – nachdem Studien Sicherheit und Wirksamkeit belegt hatten.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Jahrelange Vorarbeit ermöglicht schnellere mRNA-Impfstoffe gegen Corona</h3>



<p>Möglich wurde die schnelle Entwicklung dieser Covid-19-Impfungen, weil viele Grundlagen für mRNA-Impfstoffe bereits gelegt waren. Die Unternehmen Biontech in Mainz und Curevac in Tübingen erforschten den Ansatz gegen Tumore schon seit Jahren. „Viele Forscher hatten bereits Erfahrung mit der Entwicklung mRNA-basierter Impfstoffe“, erläutert der Immunologe Sebastian Kreiter von TRON, einem medizinischen Forschungsinstitut der Universität Mainz. „Das hat uns in die Lage versetzt, sehr schnell reagieren zu können.“</p>



<p>Auch Ulrike Gnad-Vogt unterstreicht die Bedeutung dieser Vorarbeit. „Wir betreiben seit 2008 klinische Studien mit mRNA-Impfstoffen und haben mit der Krebsmedizin begonnen“, sagt die medizinische Leiterin Onkologie bei Curevac. „Dabei haben wir viel gelernt, etwa wie man die Impfstoffe besser und potenter entwirft.“</p>



<p>Für mRNA-basierte Therapien, so betonen manche Experten, biete sich die Onkologie möglicherweise sogar noch besser an als Infektionskrankheiten wie Covid-19, wo Millionen Menschen die gleiche Vakzine bekommen. „Gegen Sars-CoV-2 kann die mRNA-Impfung nicht alle ihre Stärken voll ausspielen“, sagt Niels Halama vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. „Ein großer Vorteil des Verfahrens ist etwa, dass man damit für verschiedene Patienten individuelle Impfstoffe herstellen kann – und das in kurzer Zeit.“</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Körper kann sich gezielt gegen die sogenannten Antigene wehren</h3>



<p>Grundsätzlich sorgt die Messenger-RNA (mRNA, Boten-RNA) in Zellen dafür, Informationen von der Erbsubstanz DNA zu den Proteinfabriken zu bringen. Im Fall von Covid-19 transportiert die mRNA-Impfung die Bauanleitung für ein Oberflächenprotein des Erregers, mit deren Hilfe dann der Körper das Viruseiweiß herstellt. Der Körper erkennt dieses Eiweiß als fremd, das Immunsystem beginnt, Abwehrstoffe dagegen zu bilden. Im Fall einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Erreger ist der Körper dann gewappnet und kann das Virus schnell unschädlich machen.</p>



<p>In der Krebsmedizin enthält die mRNA-Impfung die Baupläne für wichtige Bestandteile eines Tumors wie etwa Proteine. Gegen diese sogenannten Antigene kann die Körperabwehr dann gezielt vorgehen. „Die Auswahl der Zielstrukturen ist extrem wichtig“, betont Halama. „Um den Tumor präzise zu erwischen, sollten sie möglichst nicht im gesunden Körpergewebe vorkommen.“ Elegant an dem Ansatz ist, dass die Impfung den Körper dazu bringt, die Antigene selbst herzustellen und dem Immunsystem zu präsentieren.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Wirksamkeit ist noch nicht vollständig bewiesen</h3>



<p>So weit die Theorie. Doch wie gut funktioniert der Ansatz in der Praxis? „Man ist schon weit gekommen“, sagt Halama, „aber der Beweis steht noch aus. Man muss zeigen, dass diese Impfung Patienten in größerem Stil Vorteile bietet – gerade im Vergleich zu den anderen Therapien.“</p>



<p>Generell hat sich in der Krebsmedizin in den vergangenen Jahren viel getan: Neben den großen Therapieformen Operation, Chemo- und Strahlentherapie hat sich inzwischen die Immuntherapie als vierte Säule etabliert. Die Entwickler des dabei gängigsten Ansatzes – der Checkpointtherapie – bekamen 2018 den Nobelpreis für Medizin.</p>



<p>Die Checkpointtherapie basiert darauf, dass bestimmte Proteine das Immunsystem als eine Art Bremse – Checkpoint – von der Bekämpfung von Tumorzellen abhalten. Löst man diese Bremsen mit den sogenannten Checkpointinhibitoren, können die Immunzellen die Tumorzellen wieder angreifen. Das Verfahren erzielt zwar spektakuläre Erfolge etwa gegen Melanome, hilft aber nur grob etwa einem Viertel der Patienten.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Impfstoffe gegen Krebs sind bisher noch nicht zugelassen – trotz jahrelanger Forschung</h3>



<p>Der Ansatz von mRNA-Impfungen ist breiter: „Es geht nicht mehr nur um eine Hilfestellung für das Immunsystem, sondern man will die volle Kompetenz des Immunsystems ankurbeln“, sagt der Onkologe Dirk Arnold, Chefarzt in der Asklepios-Klinik Altona. „Das ist ein faszinierender Gedanke.“</p>



<p>Allerdings ist bislang – anders als gegen Covid-19 – noch kein einziges Präparat zugelassen. In Deutschland hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang 29 Anträge auf klinische Prüfungen genehmigt. 17 Studien davon laufen derzeit oder sind in der Bewertung, die anderen sind abgeschlossen. Die Studien testen die Impfung gegen eine Vielzahl von Tumoren – etwa gegen Melanome und Nierenzellkarzinome, aber auch gegen Lungen- und Prostatakrebs. Neun der 17 Studien sind nach PEI-Angaben in Phase 2 oder 3.</p>



<p>Bei einer Form dieses Ansatzes wird Patienten per mRNA der Bauplan für ein oder mehrere Proteine injiziert, die bei der jeweiligen Tumorvariante bekanntermaßen wichtig sind. Andere Impfungen sind individuell maßgeschneidert: Dabei wird einem Patienten eine Tumorprobe entnommen, deren Erbgut dann sequenziert und auf spezielle Bestandteile analysiert wird. Auf solche Antigene zielt die eigens hergestellte Vakzine dann ab. Von der Biopsie bis zu einer solchen Impfung dauere es etwa zwei bis drei Monate, sagt der DKFZ-Experte Halama.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Studie überprüft nun den Einsatz eines mRNA-Impfstoffs bei Darmkrebspatienten</h3>



<p>Der Hamburger Onkologe Arnold testet den Ansatz demnächst im Rahmen einer internationalen Biontech-Studie bei Darmkrebs. Die Studie prüft, ob die mRNA-Impfung nach der operativen Entfernung eines Tumors dessen Rückkehr – ein sogenanntes Rezidiv – verhindern kann. Eingeschlossen werden Patienten, in deren Blut noch Tumorerbgut zirkuliert, was mit einem deutlich erhöhten Rezidivrisiko einhergeht. Während die Heilungsrate bei Darmkrebspatienten ohne Tumor-DNA im Blut bei über 80 Prozent liege, sinke sie in jener Gruppe, an der die Impfung nun getestet wird, unter 20 Prozent, erläutert Arnold.</p>



<p>Um das Risiko einer Rückkehr des Tumors zu senken, bekommen die gut 200 Patienten in Europa und den USA nach der Operation zunächst eine Chemotherapie. Zusätzlich erhält ein Teil von ihnen anschließend die mRNA-Impfung mit dem Bauplan für ein Protein, das im Tumor des jeweiligen Patienten eine wichtige Rolle spielt – die Vakzine ist also jeweils maßgeschneidert.</p>



<p>Letztlich prüft die Studie, ob die Zusatztherapie das Rezidivrisiko senkt oder nicht. Der für Anfang 2021 geplante Start hat sich coronabedingt verzögert, Arnold geht aber von einem Beginn noch in diesem Quartal aus. Mit ersten Resultaten rechnet er in etwa drei Jahren.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Nebenwirkungen sind bisher überschaubar</h3>



<p>Der Mainzer Mediziner Kreiter setzt große Hoffnung darauf, dass der Ansatz solche Rezidive verhindern kann. „Die mRNA-Impfung kann einen entscheidenden Beitrag leisten, Mikrometastasen im ganzen Körper zu erkennen und hoffentlich zu zerstören.“</p>



<p>Die Nebenwirkungen des Verfahrens sind nach bisherigem Kenntnisstand überschaubar. Rötung, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Fieber wurden beobachtet, mit Langzeitfolgen rechnen Experten nicht. Offen ist jedoch noch der optimale Ablauf – also etwa, wie oft die Impfungen wiederholt werden müssen. „Einen Goldstandard für Häufigkeit und Abstand von mRNA-Impfungen gibt es noch nicht“, sagt Kreiter. „Wir bewegen uns auf Neuland.“</p>



<p>Auch gegen fortgeschrittene Tumore werden solche Impfungen geprüft. So testet das Ludwig Institute for Cancer Research in den USA gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim einen mRNA-Impfstoff von Curevac gegen metastasierten Lungenkrebs.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Auch gegen fortgeschrittene Tumore wird getestet</h3>



<p>In dieser Studie der Phasen eins und zwei bekommen nach Angaben von Gnad-Vogt bis zu 56 Patienten eine mRNA-Impfung in Kombination mit zwei Checkpointinhibitoren. Der Impfstoff enthält Baupläne für sechs Tumorproteine und wird zunächst wöchentlich, später in mehrwöchentlichen Abständen in die Haut gespritzt. „Die Checkpointinhibitoren sollen die durch die Impfung ausgelöste Immunreaktion verstärken“, sagt Gnad-Vogt.</p>



<p>Die verstärkende Wirkung einer solchen Kombination belegen Zwischenergebnisse einer Phase-eins-Studie an 89 Patienten mit fortgeschrittenem Melanom, die ein Team um Biontech-Gründer Ugur Sahin im Sommer im Fachblatt „Nature“ vorgestellt hat. Die Teilnehmer erhielten mindestens acht mRNA-Impfungen, die Baupläne für vier gängige Melanomantigene enthielten. Die Zwischenergebnisse belegen eine starke Immunreaktion vor allem bei jenem Teil der Patienten, der zudem eine Checkpointtherapie erhielt. Bei gut einem Drittel dieser Gruppe schrumpften die Tumore. „Diese Daten sind durchaus vielversprechend“, sagt Co-Autor Kreiter.</p>



<p>Kombinationen von mRNA-Impfungen mit Checkpointinhibitoren, Chemo- oder Strahlentherapien seien wichtig, um Erfahrungen zu sammeln, sagt Halama. „Man muss lernen, was geht und was nicht.“ PEI-Präsident Klaus Cichutek ergänzt: „Im Moment stellt man sich die mRNA-Immuntherapie vor allem als Zusatzbehandlung vor, weil die dadurch angeregten Effekte des Immunsystems relativ mild sind.“</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Erwartungen sollten trotz vielversprechender Ergebnisse nicht zu hoch sein</h3>



<p>Ähnlich wie die Covid-19-Forschung von der onkologischen Forschung profitiert hat, geben die angelaufenen Impfkampagnen nun den mRNA-Impfungen gegen Krebs einen Schub. „Wir lernen jetzt sehr schnell sehr viel über Verträglichkeit und die durch die mRNA-Impfung ausgelösten Immunantworten an einer sehr großen Zahl von Menschen“, sagt die Curevac-Expertin Gnad-Vogt. Der Ansatz der mRNA-Impfungen werde regelrecht „nach vorne katapultiert“, betont der DKFZ-Forscher Halama.</p>



<p>Der Hamburger Mediziner Arnold hofft zwar, dass mRNA-Impfungen die Krebsmedizin deutlich verbessern werden, warnt aber vor überzogenen Erwartungen: „Das wird nicht der Schlüssel zur Heilung aller Krebsarten sein, da bin ich sicher.“</p>



<p>PEI-Präsident Cichutek hofft „im besten Fall“ mit Zulassungen innerhalb eines Zeitraums der nächsten fünf Jahre, betont aber, diese Hoffnung sei „eine Spekulation“. „Wir sind da als Paul-Ehrlich-Institut sehr vorsichtig geworden.“</p>



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<h4 class="wp-block-heading"><em>(RND mit dpa, 31.1.2021)</em></h4>
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