Onkologisches Forum Celle e. V.

Wir informieren Sie umfassend ...  

 

Patienten, Angehörige, aber auch allgemein am Umgang mit Krebs Interessierte finden im Onkologischen Forum in breiter Vielfalt Informationsmaterial, das zumeist kostenlos ausgegeben wird. Dazu zählen Materialien der Deutschen Krebshilfe, der Krebsinformationsdienste von Forschungszentren sowie medizinischer Verlage, die sich mit zahllosen Fragen um eine Krebserkrankung und deren Bewältigung auseinandersetzen. Zudem ermöglichen wir Besuchern in unserer kleinen Fachbibliothek die Einsicht in verschiedene Literatur rund um das Thema Krebs. Dazu zählen auch Bücher für Kinder und Jugendliche! Wer mag, kann sich das Material auch ausleihen. Bei besonderen Anliegen bemühen wir uns mit Ihnen zusammen, Antworten oder Ansprechpartner zu finden.

Wenn Sie in Celle und Umgebung eine Gruppe suchen, schauen Sie bitte auch einmal unter den "Links" links. Unter der Presseschau links finden Sie hunderte aktuelle Artikel zu vielen Themen rund um die Krankheit.

Den Flyer zur aktuell laufenden Vortragsreihe, die wir gemeinsam mit dem AKH veranstalten, finden Sie hier.

 

Thüringen:

Neue App informiert Betroffene bei Diagnose Krebs

An Krebs erkrankte Thüringer und ihre Angehörigen finden Informationen über Hilfsangebote ab sofort über eine App. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) stellte das Programm am Donnerstag in Erfurt vor. Die App ist kostenlos für Apples iOS, für Android und als so genannte WebApp mobil optimiert für den Handy-Browser verfügbar. Die Ministerin sagte, das Angebot könne eine wichtige Hilfe für die mehr als 15.000 Menschen in Thüringen sein, die jährlich neu an Krebs erkranken, . Wer die App herunterlädt, erhält eine Übersicht der Fachärzte und Beratungsangebote sowie Tipps dazu, wie eine Akte über die eigene Erkrankung geführt werden kann.

Das Ministerium hat die Entwicklung der Software eigenen Angaben zufolge mit mehr als 4.000 Euro unterstützt. Die App, die von der Patientenorganisation "Frauenselbsthilfe nach Krebs" in Thüringen initiiert wurde, ist laut Ministerium unabhängig und neutral. Der Landesverband betreut derzeit 3.500 Frauen.

Vorsicht im Umgang mit persönlichen Daten in Apps

Nicht nur für Krebspatienten, sondern auch für andere Gesundheitsthemen gibt es mittlerweile Apps: Von Fruchtbarkeits- über Fitness-Apps bis hin zu digitalen Diabetes-Tagebüchern sind mehr als 100.000 Angebote auf dem Markt. Anbieter sind zum Beispiel IT-Unternehmen, Pharmafirmen und Krankenhäuser. Auch gesetzliche und private Krankenversicherungen mischen mit. Bislang überwiegen Beratungsangebote oder solche, die den Kontakt mit den Krankenkassen vereinfachen sollen. Diagnostik und therapeutische Angebote sind noch eher selten. Das liegt auch daran, dass diese Apps dem Medizinprodukte-Recht unterliegen und mit viel Aufwand zertifiziert werden müssen.

Genau auf das Impressum und den Verantwortlichen schauen

 "Gesundheits-Apps können sinnvoll sein - gerade bei jüngeren Menschen, die affin für Online-Angebote sind", sagt Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK plus, Thüringens mitgliederstärkster Kasse. Patiententagebücher etwa hätten schon geholfen, wenn Menschen in existenzielle Krisen geraten. "Wichtig ist aber: Bevor man sich für eine App entscheidet, sollte geprüft werden, wer für das Angebot verantwortlich ist, und welche Zwecke er damit gegebenenfalls verfolgt", so die Expertin. So müsse etwa sichergestellt sein, dass auf die persönlichen medizinischen Daten oder Tagebucheinträge niemand von außerhalb Zugriff erhalte - etwa um zielgerichtet Werbung an den Patienten zu bringen.

Diese Sorgen sind sogar berechtigt, lautet das Ergebnis einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums von April 2016. Längst tummeln sich schwarze Schafe auf dem Markt. "Gesundheits-Apps halten die datenschutzrechtlichen Anforderungen häufig nicht ein", so ein Fazit der Studie. Bei der Datenschutzerklärung und der Einholung von Einwilligungen durch die Nutzer fehle es oft an Transparenz. Soweit Daten im Ausland gespeichert würden, sei die Nutzung nicht dem deutschen Datenschutzrecht unterworfen. Daher empfehlen die Forscher, Datenschutzstandards weiterzuentwickeln und die Aufklärungspflichten zu erweitern.

(MDR, Thüringen Journal, 3.11.16)

 

 

 

 

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